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Stammes-Opening 2022 – Wie alt ist Ulm-Nord?

Jedes Jahr nach den Sommerferien laden wir alle Mitglieder, Freunde und Familien zum großen Opening ein. Es wir gemeinsam gegessen, gespielt und gesungen. Der Höhepunkt ist immer eine Bildershow des Sommerlagers. Wer es leider verpasst hat, kann die Bilder auch auf YouTube nachschauen https://youtu.be/RMoHCPHwTiM.


Zusätzlich gab es dieses Jahr noch das Motto 55 Jahre Ulm-Nord. Dazu haben wir aus unseren Gruppenräumen ein kleines Museum gemacht. Entlang eines Zeitstrahls waren an den Wänden Banner und Bilder angebracht und auf den Tischen lagen viele alte Dokumente. Einladungen, Urkunden, Sommerlagerplanungen und vieles mehr. Von vielen Gegenständen, wie zum Beispiel unseren Bannern wissen wir allerdings gar nicht wie alt sie sind, denn sie sind einfach schon immer da gewesen. Auch wie alt unser Stamm ist, wissen wir gar nicht genau.



Die Frage kam dieses Jahr auf, als unserer Dekanatsjugendreferentin frage: „Was macht ihr eigentlich zu eurem 50igsten Stammes-Jubiläum?“. Da wir aber schon 2017 ein Jubiläums-Lager zu 50 Jahre Ulm-Nord gemacht hatten, waren wir verwirrt. So fanden wir heraus, dass auch bei der DPSG in der Datenbank unser Gründungsdatum der 19.Mai 1972 ist, also 5 Jahre später als wir dachten. Was sollten wir jetzt mir den Jubiläums-Aufnähern und dem Jubiläums-Banner von 2017 machen, auf dem groß „seid 1967“ steht?



So begann die Suche nach Dokumenten zur Gründung unseres Stammes. Das erste aufschlussreiche Dokument war schnell gefunden, da es eingerahmt in unserem Leiterraum steht. Es ist die Urkunde zum 30-jährigen Jubiläum von Ulm-Nord aus dem Jahr 1997 von unserem damaligen Diözesanen Kuraten unterschrieben. Auf Grund dieser Urkunde wurde auch das 50igste Jubiläum 2017 gefeiert. Auch ein Ordner mit der gesamten Planung von 1997 wurde gefunden. Gästelisten, Preise für Getränke, Abrechnungen und so weiter, alles wurde aufgehoben. Scheint eine Ulm-Nord Tradition zu sein, da wir heute immer noch (fast) alles aufheben :)

Die 30 Jahre Ulm-Nord Feier steht also im Wiederspruch mit dem Datum, dass unser Verband heute in seinen Unterlagen führt. Unser aktueller Diözesanen Kurat konnte uns auch nicht weiterhelfen. So ging unsere Suche weiter. Unser Stammes-Archiv, mehrere Schränke und Kisten mit durcheinander gewürfelten Ordnern, ist auf unserem Dachboden untergebracht. Seid etwas über 30 Jahren haben wir unsere Räume im Fort Unterer Eselsberg, aber auf dem Dachboden hat man das Gefühl Archäologe zu sein und unter dem Staub von Jahrhunderten zu suchen.

Die meisten Unterlagen sind Rechnungen oder Sommerlagerplanungen. Aber es ist schon spannend, dass Anfang der 80iger Jahre nur ein Budget von 0,2 Mark pro Liter Benzin eingeplant war oder dass das Sommerlager 1997 unter dem Motto Waterworld in den Bodensee gebaut wurde. Auch Bilder von Feiern im Gemeindesaal der Suso Kirche waren dabei und einige Protokolle vom DPSG-Bezirk Ulm. Dokumente zur Stammesgründung waren leider keine dabei. Das älteste Dokument ist ein Brief, mit Schreibmaschine getippt, vom April 1972, indem unser damaliger Vorsitzende an den Diözesanenvorsitzenden schrieb, dass er noch zwei Leiter zu einer Aktion anmelden will und dass Ulm-Nord an Pfingsten wieder auferstehen soll. Pfingsten 1972 ist genau das Datum, was in den offiziellen Datenbanken hinterlegt ist, aber damit ist auch sicher, dass unser Stamm älter ist.

Auch haben wir einen Zeitungsartikel aus der Schwäbischen Zeitung vom August 1972 gefunden „Wenn die Alphörner erschallen, wird es ruhig ums Lagerfeuer“, der von einem Ulm-Nord Sommerlager im Kleinwalsertal berichtet. Obwohl Ulm-Nord erst an Pfingsten wieder „auferstanden“ ist wurde beim Sommerlager viel geboten. Leider gibt es keine weiteren Dokumente und so endet die Reise in die Stammesgeschichte abrupt und wie alt Ulm-Nord genau ist wissen wir immer noch nicht, aber auf jeden Fall älter als 1972.




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